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So viel Schlaf braucht der Hund


Du bist beschäftigt und fragst dich was dein Hund macht? Nun, vermutlich schläft er. Wissenschaftler und Tierexperten sind sich bisher nicht sicher, warum Hunde die Hälfte des Tages mit Dösen bzw. Schlafen verbringen.


Welcher Hundehalter kennt das unterhaltsame Erlebnis nicht? Seine Beine zucken oder bewegen sich als würde er laufen. Gefolgt von japsen, schnarchen oder sogar knurren. Hunde haben ein unterschiedliches Schlafmuster als wir Menschen. Menschen sind im Allgemeinen den ganzen Tag über wach und schlafen nur nachts über eine lange Strecke. Davon verbringen wir zwischen 20-25 % im REM Zustand. Unsere Vierbeiner dagegen verbringen nur ca. 10% in diesem Zustand.




Was ist der REM- Schlafzustand?

Zwar wird auch in anderen Schlafphasen geträumt doch werden Träume im REM-Zustand als sehr lebendig und komplex empfunden. Die Augen beginnen sich unter den geschlossenen Lidern hin und her zu bewegen. Der Körper ist gelähmt, der Blutdruck steigt an und Herzfrequenz und Atmung werden unregelmäßig. In dieser Phase wird das Gehirn stark durchblutet.

Wissenschaftler sind der Meinung dass dieser Zustand vermehrt der Erholung des Nervensystems und der Psyche dient. Erlebte Situationen werden verarbeitet und aufgenommene Informationen im Langzeitgedächtnis gespeichert. Auch dient guter Schlaf der Abwehr von Stress und Krankheitserregern.




Wie viel Schlaf benötigt ein Hund?

Die Schlafmuster von erwachsenen Hunden hängen ab vom Alter, der täglichen Aktivitäten und der Größe. Große Hunderassen schlafen weitaus mehr als kleine Rassen. Durch einen kurzen Spaziergang ist es nicht ungewöhnlich einen großen Hund in ein zweistündiges Nickerchen zu bringen.

Ältere oder kranke Hunde schlafen dagegen viel mehr und öfter. Auch durch Langeweile versetzt sich der Hund zum Dösen oder Schlafen.

Für Welpen ist Schlafen ein wichtiger Faktor. Da sie alles entdecken müssen und voller Energiedrang stecken ist es umso wichtiger dass Halter nach Anregungen und Übungen den Welpen durch viel Ruhe ausgleichen.

Schlafende Hunde soll man nicht wecken!


Schlafende Hunde soll man nicht wecken!

Schlafende Hunde soll man nicht wecken!

Träumen Hunde auch?

Die Schlafgeräusche und die Bewegungen, die ein Hund während des Schlafens von sich gibt, sprechen ganz klar dafür, dass Hunde auch träumen. Die Wissenschaftler sind sich einig, dass durch den Schlaf wichtige Informationen und Erlebnisse abgespielt werden.

Forscher haben die Gehirnwellen von Hunden während des Schlafzyklus mit dem der Menschen verglichen und untersucht. Dabei entdeckten sie ähnliche Ergibnisse und stärken somit die Theorie, dass auch Hunde träumen und Erlebtes so ähnlich wie wir im Schlaf verarbeiten.

Hunde erleben zwei Stadien des Schlafes:


SWS (Slow Wave Sleep) ist die frühe Phase des Schlafes. Der Hund macht ein Nickerchen oder döst vor sich hin. Zwar werden psychische Funktionen verlangsamt, doch ist der Körper noch voll aktiv. Hier ist die Weckschwelle noch am höchsten.
Gutes Beispiel:
Der Hund liegt in seinem Bett, reagiert aber sofort auf jedes Geräusch.

Der REM -Schlaf ist die tiefere Phase des Schlafes. Gut erkennbar an den Körperzuckungen oder Geräuschen, die der Hund während dieser Phase von sich wiedergibt. Schnelle Gehirnwellenmuster zeigen, dass der Hund sich in einem Traumzustand befindet.
Bestes Beispiel:
Youtube bietet eine Vielzahl von lustigen Hundevideos während dieser Schlafphase.

Beide Stufen der Schlafzyklen treten beim Hund auf. Wie viel Schlaf ein Hund tatsächlich benötigt hängt von vielen Faktoren ab wie z.B. Rasse, Größe, Alter und sein Lebensstil.
Dein Hund passt sich im Normalfall deinen “Bettgeh- und Aufstehzeiten“ an.




Schlaflosigkeit

Hunde, die weder körperlich noch geistig gefördert werden, schlafen über den Tag verteilt viel mehr als ihre aktiven Kollegen. Wenn ein Hund den ganzen Tag nur schläft, ist es sehr wahrscheinlich, dass er Nachts, wenn seine Familie zu Bett geht, unter Schlaflosigkeit leidet. Er wirkt sehr unruhig und hibbelig.

Schlaflosigkeit ist ein deutliches Anzeichen dafür, dass der Hund nicht genügend ausgelastet wurde. Besonders häufig sind kleine Rassen davon betroffen, die in Stadtgebieten leben und nicht regelmäßig raus können um sich auszutoben.
Ein Hund, der den ganzen Tag schläft kann normal sein, solange angemessene körperliche und geistige Anforderungen ausgewogen werden.

Hundehalter sollten mindestens 30 Minuten pro Tag ihren Hund (größere Rassen länger) mit Training oder Beschäftigungsspielen auslasten z.B. mit:

  • erlernte Kommandos auffrischen
  • neue Kommandos beibringen
  • Klickertraining
  • Beschäftigungsspiele mit Intelligenzspielzeug
  • Suchspiele
  • Ball- und Frisbee werfen

Passende Training und Beschäftigungsspiele müssen nicht immer mit hohen Kosten verbunden sein. Wir stellen euch demnächst unter der Rubrik kostengünstige Unterhaltungsspiele vor.

Ein vor dem zu Bett gehen RITUAL kann auch helfen einen gesunden Hundeschlaf zu fördern.



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