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Studie: Eifersucht bei Hunden


Studie: Eifersucht bei Hunden

Können Hunde wirklich eifersüchtig werden?

In den letzten Jahren wurde viel auf dem Gebiet der Kognitionswissenschaft bei Hunden geforscht. Der Beweis, dass unsere Hunde über komplexere Gefühle und Emotionen verfügen wurde nachgewiesen.

Eine neue Studie legt nun nahe, dass unsere Hunde auch in der Lage sind, Eifersucht genau wie wir zu fühlen und zu zeigen.




Lange Zeit wurde angenommen, dass Eifersucht eine einzigartige Emotion ist, die Aufgrund von komplexen kognitiven Prozessen nur Menschen besitzen würden. Um eifersüchtig zu sein, muss man in der Lage sein, die Bedrohung des wahrgenommen Rivalen in Bezug auf andere, sowie die Beziehung selbst beurteilen zu können.

Forscher haben seit Jahren die Eifersucht bei Hunden, Wölfen und Kojoten studiert. Dies ist jedoch die erste Studie, die in einer kontrollierten Umgebung stattgefunden hat.

Wir als Hundebesitzer wissen, dass unsere Tiere eine breite Palette von Emotionen fühlen und erleben können. Seit Jahren wissen wir auch, dass Hunde Verhaltensweisen zeigen, die wie Eifersucht aussehen. Aber es ist schwer herauszufinden, was Tiere wirklich denken. Eine neue Studie hat herausgefunden, dass Hunde das Verhalten von Eifersucht doch zeigen können.

Die Forscher von PLOS haben erstaunliches herausgefunden:

PLOS: „Wir fanden heraus, dass Hunde signifikant eifersüchtige Verhaltensweisen aufzeigten. Zum Beispiel ein Schnappen, Schieben oder Stupsen als Verständigung zwischen dem Besitzer und dem Objekt (Rivalen), wenn ihre Besitzer zärtliche Verhaltensweisen gegenüber einem scheinbar anderen Hund oder Objekt zeigten. Diese Ergebnisse unterstützen die Hypothese, dass Eifersucht eine “primordiale” Form ist, die in menschlichen Säuglingen und in mindestens einer anderen sozialen Spezies außer dem Menschen existiert.

So wurde der Test durchgeführt




An der Universität von Kalifornien werden Eifersuchttests von Forschern an sechs Monate jungen Kindern durchgeführt. Der gleiche Test wurde an 36 Hunden inszeniert und währenddessen wurde alles mit der Fotokamera festgehalten. Folgende Gegenstände wurden zum Forschungszweck verwendet: eine Halloween-Laterne aus Plastik, ein Pop-up Buch mit Geräuschen und ein elektronischer Plüschhund.

Die Halter hatten die Aufgabe bekommen, ihren eigenen Hund zu ignorieren und ihre volle Aufmerksamkeit einem der Gegenstände zu schenken, bzw. mit dem Gegenstand zu interagieren und ihn so zu behandeln, als wäre es ein Hund.

Das Resultat




Dieser Test, der an Kleinkindern erforscht wird, gibt Einsicht auf negative Verhaltensweisen, sowie an einem verstärkten Interesse an der Mutter, während diese mit einem der Gegenstände interagiert. Die Test-Hunde verhielten sich in der gleichen Weise wie die Kleinkinder. Vor allem versuchten die meisten Hunde, die Interaktion zwischen ihrem Halter und dem Plüschhund zu unterbinden.

Die Hunde haben jedoch viel eher versucht den Kontakt zwischen dem elektronischen Hund abzubrechen, als mit der Laterne oder dem Buch.

Auch fanden die Forscher heraus, dass die Test Hunde den Spielzeughund wahrnahmen. Schließlich beschnüffelten 86 Prozent den Anus des interaktiven Hundes. Zudem war die Aggressionsbereitschaft gegen das Spielzeughündchen wesentlich höher, als bei den nicht tierähnlichen Gegenständen. Dieses Resultat bestärkte somit die Theorie.




Elektronischer Plüschhund

Der Besitzer sollte den interaktiven Hund nur einmal betätigen. Dieser bellte, jaulte und wedelte mit der Rute. Danach sollte der Halter mit dem Plüschhund spielen, wie mit seinem eigenen. Der eigene Hund sollte ignoriert werden.

Über 75% der Vierbeiner versuchten ihren Halter von dem “Rivalen“ wegzuschieben. Einige agierten genau umgekehrt und schoben den “Fremdling“ weg von ihrem Halter.

33% waren dem Spielzeug gegenüber aggressiv und versuchten das Plüschtier durch Reißen zu eliminieren.

20% der Hunde jaulten oder bellten das Spielzeug an, als würden sie es bitten, sich zu entfernen.




Halloween-Laterne

Hier sollten die Halter genauso vorgehen, wie mit dem Spielzeughund. Mit der Laterne spielen und den eigenen Hund ignorieren.

50% der Hunde versuchten ihr Herrchen oder Frauchen von dem Objekt wegzuschieben.

33% schoben den Gegenstand weg vom Halter.




Pop-up Buch

Die Halter sollten laut aus dem Buch vorlesen, wie sie es bei ihren Kindern machen würden.

Weniger als 33% der Hunde schoben ihren Halter vom Buch weg.

10% schoben das Buch vom Halter weg.

Mehr Hunde bellten das Buch an, als im Test mit der Laterne.

Weitere Ergebnisse




Bei dem Test stellte sich heraus, dass die Hunde den Spielzeughund wahrnehmen konnten. Etwa 86% schnüffelten am Hintern des Plüschhundes. Auch die erhöhte agressive Reaktion gegenüber dem Plüschhund, im Gegensatz zu den anderen Objekten, begünstigte die Theorie.

Insgesamt 41,7 % der Hunde schnappten nach ihrem Besitzer, während oder nachdem dieser mit dem Hundespielzeug interagierte. Diese Hunde äußerten ihre Eifersucht auf verschiedene Art und Weise. Alle von ihnen versuchten ihren Besitzer von dem Rivalen zu schieben. 86,7 % versuchten während ihrer Eifersuchtsatacke den Rivalen wegzustoßen.




PLOS ONE Forscher - ihre Resultate

Wenn einige der Hunde das ausgestopfte Tier als real wahrnehmen, bedeutet das, dass sie eine höhere oder niedrigere kognitive Funktion haben?

Waren die Hunde, die erkannten, dass es sich um ein Spielzeug handelt, tatsächlich in der Lage zu erkennen, dass es sich nur um ein Objekt handelte? Oder waren diese vielleicht mehr kognitiv fortgeschritten, weil sie nicht getäuscht wurden zu glauben, dass der Plüschhund real war?

Diese Studie zeigte nur die Reaktion der Hunde mit seinem Halter zusammen. Es wurde nicht getestet wie die Hunde auf die Gegenstände reagieren, wenn sie sich alleine im Raum befinden würden. Die Ergebnisse ergänzen jedoch die Ansicht, dass Eifersucht in der Abwesenheit von komplexen Interpretationen entstehen können. So hoffen die Forscher, mit weiteren Studien begeistern zu können, zum Thema soziale Emotionen. Die Tatsache, dass die meisten Hunde versuchten ihren Besitzer von den Objekten weg zu schieben, lassen es wirken, als würden Hunde ähnlich wie wir, eifersüchtig sein.

Und wenn Hunde Eifersucht empfinden können, haben wir sie bisher unterschätzt.


http: //journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0094597

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